Freunde

Freunde und Bekannte erzählten mir in den vergangenen Tagen immer wieder, wie sie die Trump-Wahl erlebten:

L., Medizinstudentin, liest seitdem keine Nachrichten mehr, weil sie sich so hilflos fühlt.

I., Fotografin, ist mit einem Israeli verheiratet, der sagte sinngemäß: „Ihr Europäer mit eurem Frieden. Wir sind da ganz Anderes gewohnt.“ Das beruhigte sie ein bisschen.

P., Journalistin, die gerade mehrere Monate im Ausland recherchierte, schrieb nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses mehreren Freunden, dass sie Angst habe. Ihre Erklärung: Weil sie eine offene Person sei, die gerne auf Menschen zugehe. Selbst in Ländern, die für Frauen gefährlich sind, geht sie raus, redet mit den Bauern, den Politikern, den Milizführern. Jetzt hat sie Angst, dass die Rechtspopulisten so viel Misstrauen in unserer Gesellschaft sähen, dass sie selbst nicht mehr so offen sein kann, wie sie möchte.

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